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Versuchstiere in Zahlen

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland ca. 2,7 Millionen Labortiere in Studien eingesetzt. Die ü̈berwiegende Mehrheit waren Ratten und Mäuse (85,8 Prozent), gefolgt von Fischen (5,2 Prozent), Vögeln (3,7 Prozent), Kaninchen (2,1 Prozent), Meerschweinchen (1,1 Prozent) und Schweinen (0,5 Prozent). Hunde und Katzen machen einen sehr geringen Teil der Labortiere aus (0,2 Prozent).

Im Zeitraum von 2001 bis 2011 ist die Anzahl der Wirbeltiere, die für die Forschung zu Arzneimitteln und Medizinprodukten eingesetzt wurden, um elf Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben aber pharmazeutische Unternehmen ihre Forschung und Entwicklung um 55 Prozent erweitert. In Relation zur Anzahl der Entwicklungsprojekte hat sich also die Zahl der Studientiere deutlich verringert.

Mehr als 90 Prozent der Labortiere stammen aus eigener Zucht oder von Spezialzüchtern, die übrigen aus dem amtlich kontrollierten Tierhandel. Labortiere mit unbekannter Herkunft sind für Tierversuche nicht geeignet; biomedizinische Forscher könnten mit kranken oder verängstigten Tieren keine brauchbaren Ergebnisse erzielen. Und selbst Tiere, die nicht augenscheinlich krank oder ängstlich sind, können für Forschungszwecke nicht eingesetzt werden, da die Ergebnisse an ihnen nicht reproduzierbar sind. Tiere aus freier Wildbahn dürfen für Tierversuche nicht eingesetzt werden.