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Innovationen in der Medizin

Innovationen – also neue Ideen und Ansätze – in der Wissenschaft unterscheiden sich von Produktinnovationen. Das neue Wissen geht der Produktentwicklung – je nach Fachrichtung – um 10 bis 15 Jahre voraus. So gäbe es keine Funktechnik ohne die Entdeckung der Hertz´schen Wellen, keine CD ohne die Erfindung des Laserstrahles und kein Impfstoff gegen Kinderlähmung ohne virologische Grundlagenforschung.

Für pharmazeutische Firmen spielt die Suche nach neuen Medikamenten eine wichtige Rolle. Innovative Forschung ist für sie ein unternehmerisches Muss, das ihren wirtschaftlichen Erfolg ganz wesentlich mitbestimmt. Dabei geht es in erster Linie um die Aufklärung der den Krankheiten zugrunde liegenden Mechanismen. Investitionen in eine kreative, zielgerichtete Forschung und in neue Technologien sind die Basis für die Entwicklung neuer Therapieformen. Auch wenn es um Tierversuche geht, haben Innovationen eine große Bedeutung, denn innovative Forschungsmethoden und die Entwicklung von Alternativmethoden haben in der medizinischen Forschung bereits erheblich zum Rückgang von Tierexperimenten beigetragen. Die Gesamtzahl der eingesetzten Tiere ist zwar in den letzten Jahren gestiegen – dieser Anstieg ist jedoch auf den vermehrten Einsatz von genetisch veränderten Tieren in der Grundlagenforschung und auf die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung von Chemikalien im Zusammenhang mit REACH zurück zu führen.