Medizinische Forschung

Medizinische Forschung

Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und gesellschaftlicher Wert, dessen Bedeutung oft erst bei einer Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt wird. Wenn bei Geburtstagsfeiern und anderen erfreulichen Anlässen gute Wünsche von älteren Menschen überbracht werden, steht „vor allem Gesundheit“ stets an erster Stelle. Erfolg und Karriere werden mit zunehmendem Alter unwichtiger, Gesundheit und Erhaltung der Lebensqualität dagegen immer wichtiger. Unter dem Stichwort Gesundheit erzielt Google etwa 213.000.000 Treffer.

Auch wenn die Arzneimittelforschung zum medizinischen Fortschritt entscheidend beigetragen hat, fehlen immer noch wirksame Arzneimittel gegen viele Erkrankungen. Von den derzeit bekannten rund 30.000 Krankheitsbildern des Menschen können nur die wenigsten wirklich geheilt werden. Meist lassen sich nur die Symptome lindern (palliative Wirkung).

Neue Krankheiten kommen hinzu (z.B. AIDS, Legionärskrankheit), andere gewinnen in Wohlstandsgesellschaften an Bedeutung (Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Stoffwechsel- und Alterserkrankungen), altbekannte Krankheiten (z.B. Tuberkulose) kehren zurück und Krankheitserreger entwickeln Resistenzen gegen bewährte Therapieformen.

Viele Erkenntnisse zu Krankheiten und Behandlungen lassen sich nur im lebenden Organismus, im komplexen Zusammenspiel von Molekülen, Zellen, Geweben und Organen gewinnen. Die Forschung an Tieren ist deshalb für den medizinischen Fortschritt unentbehrlich.