
Wird mit Alternativmethoden zu Tierversuchen gearbeitet, muss zwischen zwei Kategorien von Tierversuchen unterschieden werden:
1. Tierversuche, die für Tests von Stoffen und Produkten vorgeschrieben sind und
2. Tierversuche in der Forschung.
Die Grenzen sind allerdings fließend, da die Forschung an neuen Therapien und Vorsorgestrategien gegen Krankheiten meist neue Substanzen als Medikamente oder Impfstoffe zum Ziel hat. Damit überschneiden sich sowohl die tierexperimentellen Methoden als auch die Alternativmethoden.
1.„in-vitro“ („im Reagenzglas“) Methoden:
Darunter werden Experimente an Zellkulturen oder Geweben zusammengefasst. Allerdings müssen für In-vitro-Tests die Zellen und Gewebe häufig zunächst aus Versuchstiere entnommen werden.
2.Computersimulationen
Teilweise können Computerprogramme die Wirkung von Substanzen auf der Basis großer Datensammlungen vorhersagen. Diese Datensammlungen werden dann mit den bekannten Eigenschaften der Testsubstanzen verglichen In vielen Fällen lassen sich für Substanzgruppen vergleichbare Beziehungen zwischen Struktur und Wirkung herstellen.
Die Anwendung von Alternativmethoden ist im Deutschen Tierschutzgesetz und in den EU-Richtlinien zum Tierschutz verankert: Ein Tierversuch darf nicht durchgeführt werden, wenn eine wissenschaftlich fundierte tierversuchsfreie Methode zur Verfügung steht. Und die Mitgliedsstaaten der EU sollen die Erforschung und Entwicklung von Alternativmethoden fördern und Fortschritte publizieren.